Marktbericht Rotholz – Qualitätsbezogene Preisbildung
Mit einem Auftrieb von 362 Tieren gab es ein der Jahreszeit entsprechend großes Angebot. Die 72 Holstein- und 2 Jersey Tiere präsentierten sich etwas uneinheitlich in der Qualität. Aufgrund der gedämpften Nachfrage führte dies zu einer sehr qualitätsbezogenen Preisbildung. Während die gute Qualität das Preisniveau annähernd halten konnte, musste man bei den mittleren bis schwächeren Tieren Preiseinbußen hinnehmen.
Auch die Nachfrage heimischer Landwirte nach Zuchtvieh bleibt derzeit gering. So konnten nur ein geringer Anteil der Kühe und Kalbinnen an Tiroler Betriebe verkauft werden. Die schwierige Lage am Milchmarkt macht sich weiterhin stark bemerkbar, wodurch die Durchschnittspreise des Vorjahres aktuell nicht mehr erreicht werden können. Positiv wirkt sich jedoch der weiterhin gute Schlachtviehpreis aus, der den Zuchtviehpreisen eine gewisse Stabilität verleiht und diese auf einem akzeptablen Niveau hält.
Nettodurchschnittspreise:
Jungkühe HF: 54 Stk. verkauft für Ø € 2.937,-
Kühe HF: 12 Stk. verkauft für Ø € 2.400,-
Jungkühe Jersey: 2 Stk. verkauft für Ø € 1.570,-
Kalbin HF: 1 Stk. verkauft für Ø € 2.220,-
Kalb HF: 1 Stk. verkauft für Ø € 980,-
Kalb Jersey: 2 Stk. verkauft für Ø € 465,-

Teuerste Holstein Jungkuh war eine Rubicon Tochter vom Betrieb Lindner Eva aus St. Johann, welche für 3.950.- Euro verkauft wurde. Diese leistungsbereite und harmonische Jungkuh mit 40 kg Tagesmilch konnte mit ihrem breiten und festsitzenden Euter überzeugen.
Die nächsten Versteigerung findet am 01. April 2026 im Vermarktungszentrum Rotholz statt.
Josef Thanner, Rinderzucht Tirol
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