6. Dairy Grand Prix Austria

Am 10. und 11. März 2012 in der Berglandhalle bei Wieselburg!

10 Jahre Dairy Grand Prix Austria

In den zwei Tagen konnten sich die zahlreichen Fachbesucher vom hohen Standard der österreichischen Rinderzucht überzeugen. Experten welche die bisherigen Veranstaltungen besuchten, waren von der enormen Qualitätssteigerung der ausgestellten Tiere überrascht.
Vor allem die ausgezeichnete Qualität der Ausstellungstiere und die Begeisterung der Zuseher gaben dieser Veranstaltung neben der großartigen Aufmachung ein internationales Spitzenniveau. So konnte man die Spannung spüren als es um die Siegerauswahl ging, bzw. als die wertvollen Versteigerungstiere den Ring betraten.

Den entscheidendsten Anteil am guten Gelingen dieser Veranstaltung hatten jedoch die Züchter und Beschicker, die keine Kosten und Mühen scheuten damit sich ihre Tiere am Schautag in optimaler Verfassung präsentierten.


Bundesholsteinschau:
Je älter umso besser!

Der Wettbewerb bei den Holsteins erreichte ein internationales Spitzenniveau, von dem viele Fachleute überrascht wurden. Speziell die Schnelligkeit und die Zielstrebigkeit, mit der sich die österreichische Holsteinzucht positiv entwickelt erstaunte das internationale Publikum. Vor allem in den Klassen der älteren Kühe war die Qualitätsdichte enorm hoch.
 
95 Holsteintiere in 8 Einzelklassen (siehe Gesamtergebnisse) hatte der sehr souveräne Schweizer Preisrichter Erhard Junker, gemeinsam mit seiner Assistentin und Ehefrau Corinne Junker Widmer,  zu rangieren. Der Preisrichter verfolgte eine klare Linie und favorisierte michtypische offenrippige Kühe, mit genügend Feinheit und sehr guten Eutern.

In der Klasse der jüngsten Holsteintiere setzte sich die große lange korrekte Captain –Tochter  TINA von der Betriebsgemeinschaft Hollaus Mühlhof-Berndl, Neukirchen am Großvenediger, Salzburg, wegen ihrer Vorteile im Typ, in der Klarheit der Sprunggelenke  und in der Feinheit des Skeletts gegen die noch sehr frische hoffnungsvolle, mit einem Spitzeneuter ausgestattete Damion –Tochter NIVEA vom Andreas Strauss, Turnau, Steiermark, durch.

In der Klasse 2 (2 ½ bis 3 Jahre) konnte sich setzte sich die sehr korrekte Laramie-Tochter FEVER vom Betrieb Margit Grosspötzl, Sigharting, Oberösterreich, wegen ihrer Überlegenheit in der Breite und Tiefe gegen die sehr euterstarke Jasper-Tochter ZIRBE, vom Betrieb Manfred Hämmerle, Dornbirn , Vorarlberg, durch.

Die nächste Klasse (3 bis 3 ½ Jahre) wurde von der sehr euterstarken Rotbunten ScH ZAMARA (Carmano x Talent), aus dem Betrieb Rupert Wenger, Maishofen, Salzburg, dominiert. Die Vorzüge in der Drüsigkeit und Festigkeit des Euters gaben den Ausschlag gegenüber der sehr harmonischen fundamentstarken Mr Sam- Tochter ELENA, vom Betrieb Andreas Greber, Schwarzenberg, Vorarlberg.

JUNIORCHAMPION (Klassen 1-3) wurde die enorm euterstarke rote Carmano-Tochter ScH ZAMARA, vom Betrieb Rupert Wenger, Maishofen, Salzburg, vor der korrekten Laramie-Tochter FEVER, vom Betrieb Margit Grosspötzl, Sigharting, Oberösterreich.

In der Klasse 4 konnte sich die stilvolle feinzellige Spirte-Tochter FREQUENCY vom Betrieb Margit Grosspötzl, Sigharting, Oberösterreich gegen die große und breite Südtirolerin UNIT (Toystory x Boss Iron) im Besitz von Josef Furtschegger, Toblach, auf Grund des festeren Euters und der besseren Strichstellung durchsetzen.

Die nächste Klasse gewann die sehr große feine mit einem hohen und breiten Hintereuter ausgestattete Goldwyn-Tochter ROMINA vom Betrieb Elisabeth Riegler, Langenwang, Steiermark, vor der noch sehr frisch abgekalbten Goldwyn-Tochter KERSTIN, aus dem Betrieb B. u. G. Fink, Lauterach, Vorarlberg, wegen ihrer Vorteile in der Ringpräsenz und im Hintereuter.

MEDIUMCHAMPION wurde letztendlich die Goldwyn-Tochter ROMINA,  aus dem Betrieb Elisabeth Riegler, Langenwang, vor der ausbalancierten sehr feinzelligen Spirte-Tochter FREQUENCY, vom Betrieb Margit Grosspötzl, Sigharting, Oberösterreich.
 
In der Klasse der fünfjährigen Kühe führte kein Weg an der Europaschauteilnehmerin ALMA (Samuelo x Leduc), von der BG Hollaus Mühlhof-Berndl, Neukirchen am Großvenediger, Salzburg, vorbei. Sie hatte Vorteile in der Beckenlage, im Fundament, in der Körpertiefe, sowie in der Drüsigkeit des Euters, gegenüber der großen und langen mit einem breiten Hintereuter ausgestatteten Goldwyn-Tochter RAMIRA vom Betrieb Christian Deutinger, Saalfelden, Salzburg.

Die Topklasse der Schau war zweifelsohne die Gruppe 7 (über 6 Jahre). Insgesamt 18 hervorragende Kühe von denen einige bereits auf der Europaschau oder der deutschen Holsteinschau ausgezeichnete Platzierungen erreichten, stellten sich der Richtentscheidung. In einer knappen Entscheidung konnte sich LINDE Red (Regiment x Ranger) von Alois Bliem, Neuberg, Steiermark, wegen ihrer Vorzüge in der Länge, der Offenheit, der Ausprägung des Zentralbandes und des bessern Voreuters, gegen die mit einem sehr hohen und breiten Hintereuter ausgestatteten Starleader-Tochter SALY von der Besitzergemeinschaft Gstöhl, Knittel-Frank, Kronberger und Grosspötzl, Sigharting, Oberösterreich, durchsetzen.

Die Klasse der Kühe mit einer Lebensleistung von über 60.000 kg Milch wurde von der Progetto-Tochter ANGELA, vom Betrieb Richard Ulbing, Villach, Kärnten, wegen ihrer Vorzüge im Stil, im Milchtyp und in der Hintereuterhöhe angeführt.  Auf den zweiten Platz folgte ihr die sehr breite und tiefe Jolt-Tochter MONIQUE, vom Betrieb Alfred Burgstaller in Rastbach, Niederösterreich.

SENIORCHAMPION wurde die rote Regiment-Tochter LINDE, aus dem Betrieb Alois Bliem, Steiermark, vor der Starleader-Tochter SALY von der Besitzergemeinschaft Gstöhl, Knittel-Frank, Kronberger, Grosspötzl, aus Sigharting, Oberösterreich.

Zum großen Finale, zur Bestimmung des GRAND CHAMPION kamen die beiden Erstplatzierten der JUNIOR-, MEDIUM- und SENIORKLASSE, in den Ring.
Die Spannung war auf dem Höhepunkt und es herrschte absolute Ruhe in der gut gefüllten Halle, als der Preisrichter unter viel Beifall die Regiment-Tochter LINDE zum GRAND CHAMPION der Schau bestimmte.
Reserve Rand Champion wurde die Starleader-Tochter SALY.


Dairy Grand Prix Sale

Gemeinsam mit WWS Germany wurde ein hochselektives Verkaufsangebot vorgestellt. So konnte auf eine fertige Schaukuh,  auf  genomisch hoch getestete Jungtiere,  auf Kälber aus besten Kuhfamilien in Rot und Schwarz, sowie auf ein Angebot aus genetisch hornlosen Tieren aus besten internationalen Kuhfamilien geboten werden.
Mit Alfred Possegger vom Kärntner Holsteinverband als Auktionator und Cord Hormann, WWS Germany, als Pedigree-Leser, waren zwei Personen am Werke, welche zu absoluter Hochform aufliefen, und den Sale zum besten jemals in Österreich erzielten Durchschnittspreis von € 5.722,- verhalfen. Von den insgesamt 22 verkauften Katalognummern gingen 5 nach Deutschland und 3 nach Italien. Den Tageshöchstpreis von € 17.000,- erzielte eine genomisch sehr hoch getestete Observer-Tochter aus der Kuhfamilie von Dixie Lee Aspen.
Für ein 1. Wahl Kuhkalb aus 18 Trächtigkeiten von einer hornlosen Goldwyn-Tochter aus der Roxy-Familie wurden € 15.000,- geboten. Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass sehr viele gute Tiere aus besten exterieurstarken Kuhfamilien in Österreich blieben.

Dairy Grand Prix Gala

Der Dairy Grand Prix feierte heuer sein 10-jähriges Jubiläum. Als besondere Auszeichnung wurden im Rahmen der Dairy GP Gala nach dem Vorbild der OSKAR-Verleihung an herausragende Kühe der bisherigen fünf Auflagen die Titel „All Dairy Austria“ verliehen. Fünf Kandidatinnen wurden dabei  nominiert und von den Preisrichtern der bisherigen Dairy GP´s rangiert.
Die Auszeichnung All Dairy Holstein wurde schlussendlich an WIESENFELD DOLLY DOWNSON von Gerhard Schäffer aus St. Lorenzen/M. (Stmk.), verliehen.
Als krönender Abschluss wurde in Abwesenheit Rolf Klöcker (D) für seine Verdienste um den Aufbau des Dairy Grand Prix Austria´s und seinem Mitwirken und Schaffen für die erfolgreiche Entwicklung der österreichischen Schauzucht auf internationaler Ebene der "All Dairy GP Spezial AWARD" vergeben. In "Standing Ovations" wurde die Preisverleihung an Rolf Klöcker durch das Publikum bestätigt. Rolf Klöcker war zweimal Preisrichter beim Dairy GP Austria - 2002 in Maishofen und 2006 in Dornbirn.

Das enorme Besucherinteresse und die Begeisterung der Züchter und Besitzer der Ausstellungstiere haben gezeigt, dass die Rinderzucht mit der Abhaltung solcher Veranstaltungen auf dem richtigen Weg ist.
Eines hat der 6. Dairy Grand Prix Austria auch gezeigt: Die österreichische Milchrinderzucht und hier insbesondere die Holsteinzucht tritt national und international stärker in den Vordergrund. Besonders die Durchführung und Abhaltung der Veranstaltung unter größter Bedachtnahme auf die Tiergesundheit zeigte einmal mehr die Wichtigkeit einer Abhaltung von Tierschauen für den züchterischen Wettbewerb, aber vor allem als Werbeplattform für die gesamte österreichische Rinderzucht. Die vielen positiven Kommentare der Fachexperten und vor allem das große Engagement der vielen jungen Züchterinnen und Züchter sind Gründe genug für einen 7. Dairy Grand Prix Austria in 2 Jahren.

 

 

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