Rinderzucht Tirol eGen: Verabschiedung und Neuaufstellung mit Einsparungsschritten

Vergangene Woche war für die Rinderzucht Tirol eGen ein besonderer Tag durch die Verabschiedung der beiden Mitarbeiter Vorstand Bruno Deutinger und Zuchtberater Josef Schipflinger und der damit gestarteten Neuaufstellung.

Im Rahmen eines Grillfestes mit Almführung auf der Sprissleralm in Kirchdorf wurden Bruno Deutinger und Josef Schipflinger offiziell verabschiedet. Beide scheiden aus dem Unternehmen aus, um neue Aufgaben und Lebensabschnitte zu starten. Dazu eingeladen wurden die engsten Mitarbeiter im Arbeitsumfeld der beiden. RA-Obmann Hannes Partl und AR-Vorsitzender Kaspar Ehammer bedankten sich für ihren Einsatz im Sinne der erfolgreichen Entwicklung der Rinderzucht Tirol eGen. Bruno Deutinger beginnt mit 15. Juni als Mitarbeiter der Lk Salzburg und wird dort die Besamungsstation Klessheim leiten und für den Aufbau von Projekten in der Rinderproduktion zuständig sein. Fast vier Jahre war er für die Rinderzucht Tirol tätig und ein wichtiges Standbein in der erfolgreichen Fusion zur Rinderzucht Tirol eGen. Damit konnte man österreichweit eine Vorreiterrolle einnehmen. Mit der Fusion zur Rinderzucht Tirol eGen entstand die größte Zuchtorganisation in Österreich mit 6.500 Mitgliedern. Sein großes fachliches Wissen sowohl in züchterischen wie auch markttechnischen Belangen wurde von den Mitgliedern sehr geschätzt. Einzigartig ist auch, dass Deutinger als einziger Österreicher den Sprung in den Pool der europäischen Preisrichter bei den Holsteins schaffte. In seiner Zeit bei der Rinderzucht Tirol war er auch verantwortlich für viele große Schauauftritte mit Erfolgen von Tiroler Kühen.

Ebenfalls aus dem Unternehmen ausscheiden wird mit Ende Juni der langjährige Zuchtberater Josef Schipflinger. Josef Schipflinger stammt vom bekannten Maurerhof aus Itter. Für viele bekannt ist der Betrieb von der Erfolgskuh Maja. Seine Vorliebe galt immer der Fleckviehzucht. So war auch sein Betätigungsfeld die Mitarbeit beim Fleckviehzuchtprogramm. Zudem war er tätig in der Vermarktung und Betriebsberatungen in den vielfältigsten Angelegenheiten. Nach nun 12 Jahren hat sich Schipflinger für einen neuen Lebensabschnitt entschieden. Gemeinsam mit seiner Frau Stefanie bewirtschaften sie den heimatlichen Neuhaushof seiner Frau in Kitzbühel nahe der bekannten Streif-Abfahrt. Josef Schipflinger wird aber weiterhin der Rinderzucht Tirol erhalten bleiben als Auktionator bei den Versteigerungen in Rotholz. Beiden wünschen wir für ihren weiteren Lebensweg alles Gute, viel Erfolg und Danke für euren Einsatz.

Neuaufstellung mit Einsparungsschritten

Mit dem Ausscheiden der beiden Mitarbeiter wurde das schon im Jänner 2020 beschlossene Konzept der Neuaufstellung beschlossen. Von Aufsichtsrat und Vorstand wurde fixiert, dass der Vorstand der Rinderzucht Tirol von sechs auf fünf Personen reduziert wird. Weiters wurde vereinbart, dass die Stelle von Josef Schipflinger nicht mehr nachbesetzt wird. Die Agenden von Bruno Deutinger und Josef Schipflinger werden in den Entscheidungsgremien auf die beiden bisherigen Vorstände Christian Straif und Christian Moser und dem neu bestellten Markt- und Bereichsleiter Josef Thanner aufgeteilt. Mit der Nutzung von Einsparungspotential, Abbau von Doppelgleisigkeiten und besserer Aufgabenverteilung wird dieser Einsparungsschritt umgesetzt. Besonders wertvoll waren hier schon Schritte der vergangenen Jahre im Sinne der Erfüllung der oben genannten Ziele. Zudem wird ab 1. August der Nachfolger von Thanner Martin Moser aus Alpbach seinen Dienst bei der Rinderzucht Tirol beginnen.

Die Gesamtleitung Vermarktung und Logistik wird Christian Straif übernehmen. Die Zuchtleitung Holstein und Jersey fällt wieder an Christian Moser zurück. Ihnen zur Seite steht Josef Thanner, der als Marktleiter von Rotholz und Bereichsleiter der Samendepotstelle und Logistik fungiert. In der züchterischen Betreuung bei den Holsteins und Jersey wird Thanner zudem sämtliche praktische Tätigkeiten der züchterischen Arbeit durchführen während Zuchtleiter Christian Moser im verwaltungstechnischen, administrativen und organisatorischen Bereich für die Holstein und Jersey tätig sein wird. Bereits bei der Rassenausschusssitzung im Rahmen der Verabschiedung von Bruno Deutinger wurde die Neuaufstellung des Rassenausschusses Holstein und Jersey vorgestellt und beschlossen.

Portrait Josef Thanner – neuer Markt- und Bereichsleiter

Josef Thanner arbeitet seit 12 Jahren bei der Rinderzucht Tirol und den Vorgängerorganisationen. In diesen 12 Jahren war er maßgeblich am erfolgreichen Aufbau der Schlacht- und Nutzviehvermarktung unter dem Dach der Tiroler Viehmarketing und der nunmehrigen Rinderzucht Tirol eGen tätig. Sein zweiter großer Arbeitsbereich war die Nachzuchtbewertung. So war Thanner auch der erste Mitarbeiter mit über 10.000 durchgeführten Bewertungen. In diesen Jahren kristallisierte sich auch sein großes züchterisches Fachwissen hervor, welches er immer wieder unter Beweis stellte bei den nationalen und internationalen Bewerterschulungen der einzelnen Rassen. Mit diesem Wissen ausgestattet war er ein für die Mitglieder wichtiger Ansprechpartner und anerkannter Experte.

Der heute 36-jährige Josef Thanner stammt aus einem Zuchtbetrieb am Zillertaler Brandberg. Nach der Fachschule in Rotholz mit Facharbeiterabschluss absolvierte er die Ausbildung zum Elektriker, wo er bis zum Eintritt in die Tiroler Viehmarketing vor 12 Jahren tätig war. Zudem absolvierte er im zweiten Bildungsweg die Abendmatura für Betriebswirtschaft neben dem fordernden beruflichen Alltag. Mit seiner Frau Manuela gründete er eine Familie mit den drei gemeinsamen Töchtern Julia, Sara und Nina. Mit der Ernennung zum Markt- und Bereichsleiter ist Josef Thanner ein wichtiger Baustein in der Neuaufstellung der Rinderzucht Tirol eGen. Ihm und den beiden Vorständen Christian Straif und Christian Moser stehen dabei die zahlreichen MitarbeiterInnen in den verschiedensten Bereichen der Vermarktung, Zucht, Besamung und anderen Bereichen zur Seite. Ohne Mithilfe und Einsatz der vielen nicht erwähnten MitarbeiterInnen wäre diese Neuaufstellung nicht möglich.